Interview mit Uwe Burk Solidworks macht Fremddaten-Konvertierung überflüssig - KEM

Interview mit Uwe Burk

Solidworks macht Fremddaten-Konvertierung überflüssig

„3D Interconnect für den Datenaustausch wird unsere Kunden begeistern – denn damit ist keine Konvertierung von CAD-Fremddaten mehr notwendig.“ Uwe Burk, Senior Director Sales des Professional Channel in Zentral-Europa, Solidworks, Dassault Systèmes Bild: Stefan Graf
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3D Interconnect macht eine Konvertierung von CAD-Fremddaten für Solidworks-Anwender überflüssig – ein immer wieder geäußerter Wunsch der Anwender wird damit umgesetzt. Details dazu erläuterte Uwe Burk, Senior Director Sales des Professional Channel in Zentral-Europa für Solidworks von Dassault Systèmes, im Gespräch mit KEM Konstruktion anlässlich der jährlichen Anwendertagung in Los Angeles.

Interview: Stefan Graf, Fachjournalist in Darmstadt, im Auftrag von KEM Konstruktion

KEM Konstruktion: Welchen Stellenwert hat die Anwendertagung Solidworks World für Ihre Kunden und Anwender? Was wird ihnen auf der Veranstaltung geboten?
Burk: Auf dieser Konferenz trifft sich die ‚Solidworks-Familie‘. Viele kommen schon seit Jahren zu dieser Konferenz, denn hier sind alle Verantwortlichen des Unternehmens, viele Gleichgesinnte und Partnerfirmen versammelt. Hier erfahren sie, in welche Richtung sich Dassault Systèmes und die Produkte weiterentwickeln. Wir werden unseren Kunden auch in der kommenden Version 2018 wieder eine Vielzahl von Neuerungen und Verbesserungen anbieten, die zum Teil auf Wunsch der Anwender umgesetzt werden, aber auch auf den aktuellen technischen Möglichkeiten basieren. Solidworks hat hier den großen Vorteil, dass unsere Entwicklungsabteilung eng mit der französischen Zentrale zusammenarbeitet. Dies eröffnet viele Möglichkeiten, die die Marke Solidworks intensiv nutzt.
KEM Konstruktion: Welche herausragenden Neuerungen würden Sie im Hinblick auf Produkte und Funktionalitäten bei der kommenden neuen Version herausheben?
Burk: Aus technologischer Sicht sind dies vor allem 3D Interconnect, PDM Manage und die Integration von Camworks in unsere 3D-CAD-Software.
KEM Konstruktion: 3D Interconnect hört sich interessant an…
Burk: …und ist auch eine Neuerung, die den Markt bewegen wird, da sind wir uns ganz sicher. Denn mit 3D Interconnect ist keine Konvertierung von CAD-Fremddaten mehr notwendig. Wir erfüllen damit einen Wunsch der Anwender, der immer wieder geäußert wurde. Diese neue Technologie ermöglicht die Arbeit mit neutralen und nativen CAD-Daten aus verschiedenen CAD-Quellen, ohne dass die Daten importiert und in ein Solidworks-Format umgewandelt werden müssen.
KEM Konstruktion: Wie wird das in der Praxis funktionieren?
Burk: Konstruktionen oder Konstruktionsteile aus anderen Datenbeständen können bearbeitet, verändert und dann auch wieder in der Original-CAD-Umgebung abgespeichert werden. Fremddaten, wie Teil- oder ganze Baugruppendateien, können direkt eingefügt und mit Referenzen zu den Originaldaten assoziativ aktualisiert werden. Es müssen keine weiteren CAD-Installationen anderer Systeme vorgehalten werden. Es genügt, wenn auf die Originaldaten zugegriffen werden kann. Alle Unternehmen, die mit verschiedenen CAD-Systemen beziehungsweise CAD-Daten arbeiten, werden davon begeistert sein.
KEM Konstruktion: Welche Neuerungen haben sie im Bereich Datenmanagement?
Burk: Auf der Tagung wurde PDM Manage vorgestellt. Dies ist eine Erweiterung für unsere Datenmanagement-Software PDM Professional, die das Verwalten von Artikeln, sogenannten Items, ohne Geometrie sowie Projektmanagement ermöglicht. Dies geht weit über das Verwalten von Bauteilen hinaus. Denn das Artikelmanagement ermöglicht auch das Hinterlegen und Verwalten von Zusatzinformationen.
KEM Konstruktion: Können Sie das näher erläutern?
Burk: Ein Beispiel wäre beispielsweise, wenn ein mechanisches Bauteil für den Einsatz in der Praxis ein spezielles Schmiermittel benötigt. Vielleicht sogar verschiedene Schmiermittel, je nach Einsatzart oder Ort. Solche Informationen können nun für das Bauteil ganz individuell hinterlegt werden. Das kann auch in verschiedenen Datenbanken geschehen, denn PDM Manage ermöglicht die Konnektivität zu anderen Datenbanken.
KEM Konstruktion: Ist dies eine eigenständige PDM-Lösung oder ein Zusatzprodukt für bestehende PDM-Software?
Burk: PDM Manage ist als Zusatzlösung beziehungsweise als eine Erweiterung für PDM Professional gedacht.
KEM Konstruktion: Ein Gesprächsthema auf der Konferenz ist die Integration von Camworks in Solidworks. Was steckt dahinter? Welche Vorteile haben Ihre Kunden davon?
Burk: Uns war sehr daran gelegen, die 3D-Daten aus dem CAD-System auf diese Weise einfach, verlustfrei und in geeigneter Form in die Fertigung zu bringen. Viele unserer Kunden sind keine CAM- oder Fertigungsspezialisten. Unser Anspruch ist es daher, diesen die Schranken in Richtung Fertigung zu öffnen. Hier gab es noch viel Optimierungspotenzial. Um dieses zu erschließen war eine sehr gute Integration von CAM in CAD notwendig. Die Software Camworks von unserem Partner Geometric wird schon sehr lange im Solidworks-Umfeld vertrieben und war hierfür prädestiniert.
KEM Konstruktion: Welchen Funktionsumfang wird die Standardversion haben?
Burk: Das CAM-System ermöglicht in der Standardausführung das 2,5-Achs-Fräsen sowie Drehen und kann um Drehfräsen, 3-Achs-, Mehrachs- und Drahterodiermaschinen erweitert werden. Interessant ist auch, dass die CAM-Lösung nun Toleranzen aus der 3D-Produktdefinition (Model-based Definition – MBD) von Solidworks auslesen kann und so ein optimiertes Fertigungsverfahren sowie optimale Werkzeugwege angewendet werden können. Ergänzt wird die CAM-Lösung mit einer Costing- und Inspection-Software aus unserem Portfolio.
KEM Konstruktion: Sie haben im CAM-Bereich mehrere Lösungen von verschiedenen Partnern im Portfolio. Wie kommt da diese Fokussierung an?
Burk: Wir werden weiterhin gut und vertrauensvoll mit unseren CAM-Partnern zusammenarbeiten. Deren Strategien, Produkte und Vorgehensweisen sind so unterschiedlich, dass Solidworks-Anwender Alternativen haben. Welche CAD-CAM-Kombination am besten passt, muss im Einzelfall entschieden werden.
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