3D-CAD/CAM/CAE Siemens Solid Edge ST10 vereint mehrere Disziplinen - KEM

3D-CAD/CAM/CAE

Siemens Solid Edge ST10 vereint mehrere Disziplinen

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Siemens erweitert seine Konstruktions-Suite um Convergent Modeling, optimierte Topologien und Reverse Engineering. Die Simulation untersucht nun auch Strömungen und Wärmeübertragung, Bauteile können für den 3D-Druck vorbereitet und bestellt werden. Teamcenter unterstützt Klassifizierungen und Arbeiten im Offlinemodus, die Cloud soll für bessere Zusammenarbeit sorgen.
Tobias Meyer, freier Mitarbeiter KEM Konstruktion
Die Version ST10 der 3D-CAD-Software Solid Edge hat unter der Haube einige Updates bekommen. Dabei will man die Vorteile von Topologieoptimierung, Reverse Engineering und industriellem 3D-Druck vereinen und gleichzeitig deren Nachteile ausmerzen. Das bereits aus NX bekannte Convergent Modeling vereinfacht es, mit Geometrien zu arbeiten, die aus einer Kombination aus Facetten-, Flächen- und Volumenkörpern bestehen – seien es importierte CAD-Daten aus anderen Systemen oder solche, die durch optimierte Topologien entstehen. So können nun beispielsweise per Laserscanner erzeugte Mesh-Modelle direkt um Funktionen wie Bohrungen ergänzt oder schon mitgescannte Durchbrüche als saubere Zylinder definiert werden, ohne dass die Daten aufwendig in ein B-Rep-Modell umgewandelt werden müssen. Ebenfalls funktioniert das beispielsweise mit STL-Daten für den 3D-Drucker, die kurzfristig angepasst werden müssen.
Die neue Technologie für optimierte Topologien verbessert das Verhältnis von Festigkeit und Gewicht einzelner Teilkonstruktionen. Das zu optimierende Teil wird direkt in Solid Edge ausgewählt und von der Software in die meist sehr organisch wirkende Form umgewandelt. Die anderen Komponenten bleiben unangetastet, die Software zeigt, wie neue und herkömmliche Bauteile zusammen agieren. Eine weitere geschickte Funktion sucht nach gleichen Komponenten innerhalb eines Bauteils, etwa Gewindelöchern, an denen ein bestimmtes Teil verschraubt wird. Muss beispielsweise eine Kabelhalterung mehrfach platziert werden, schlägt die Software vor, wo das möglich wäre. Die Gewindelöcher müssen dafür nicht speziell gekennzeichnet sein, ein Algorithmus erkennt sie rein anhand ihrer Geometrie.
Bauteile direkt im Netz bestellen
Solid Edge ST10 optimiert Bauteile für die additive Fertigung und überprüft, ob das Bauteil in Sachen Überhang und ähnlichen Restriktionen überhaupt druckbar ist. Anschließend kann direkt im Haus ein Drucker angesteuert werden oder die Software holt Angebote, Materialauswahl und Angaben zu Lieferzeiten in Echtzeit direkt bei verschiedenen AM-Dienstleistern ein. Nach Aussage von Siemens ist der Bestellvorgang nicht komplexer als die Buchung auf einem Reiseportal. Dank neuer Funktionen für die Simulation, wie die vollständig integrierte Strömungsanalyse, ist es nicht mehr notwendig, Daten zwischen Anwendungen zu übertragen. So können Konstrukteure Strömung und Wärmeübertragung direkt in Solid Edge analysieren. Das entsprechende CFD-Know-how kaufte sich Siemens mit der Übernahme der US-Firma CD-adapco im letzten Jahr ins Portfolio.
Solid Edge ST10 integriert zudem neue Publishing-Funktionen, anhand derer sich detaillierte Illustrationen von Konstruktionen erstellen lassen. So kann ein einzelnes Bauteil in einer 3D-Ansicht farblich hervorgehoben werden und um Pfeile und Warnsymbole ergänzt werden, um etwa die Demontage zu erklären. Die Dokumente sind assoziativ mit den Originalinformationen der Konstruktionen verknüpft. Dadurch sind schnelle Updates möglich, wenn Änderungen an der Konstruktion vorgenommen werden. Neue Features im integrierten Solid Edge-Datenmanagement und die verbesserte Integration mit der PLM-Software Teamcenter ermöglichen zudem Komponenten-Klassifizierung und Arbeiten im Offlinemodus. Über das Solid-Edge-Portal wird eine cloudbasierte Lösung für die Zusammenarbeit mit anderen Anwendern, Lieferanten und Kunden zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Insight sei hier keine komplizierte Datenbank nötig, was auch kleineren Firmen den Einstieg erleichtern soll. Dort können Nutzer Dateien in cloudbasierte Ordner hochladen und verwalten. Gleichzeitig können sie plattformübergreifend in ihrem Browser Solid-Edge-Daten und Daten vieler anderer gängiger CAD-Anwendungen betrachten.
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