Digitaler Messprojekter Messprojektor von Keyence zeigt Qualität von Drehteilen - KEM

Digitaler Messprojekter

Messprojektor von Keyence zeigt Qualität von Drehteilen

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Der digitale Messprojektor der Modellreihe IM erfasst die Messpunkte mit einem Objektiv mit großem Durchmesser und einer CMOS-Kamera. Das System kann bis zu 99 Merkmale auf einen Schlag messen. Im Gegensatz zu analogen Profilprojektoren und Messmikroskopen arbeitet die Lösung mit einem Musterabgleich. Somit sind die Messungen nicht vom menschlichen Auge abhängig, und man erhält stabile Ergebnisse ohne bedienerbedingte Schwankungen.
Georg Dlugosch, Fachjournalist in Oberndorf
Drehteile müssen mit Qualität überzeugen. Deshalb dürfen nur hochwertige Produkte das Werk verlassen. Das ist eine Herausforderung für die Arbeit der Qualitätssicherung. Sie muss die Einhaltung der Toleranzen garantieren und sich gleichzeitig nahtlos in die Prozessschritte einfügen, um einen reibungslosen Materialfluss zu ermöglichen. Der digitale Messprojektor von Keyence hilft dem Unternehmen Loga Präzisionsteile, die Qualität der Drehteile schneller zu erkennen. Als vor vier Jahren ein weiterer Großauftrag anstand, war bei der Loga Präzisionsteile GmbH & Co. KG in Denkingen klar, dass die Technik des Qualitätsmanagements aufgerüstet werden muss. Die beiden Geschäftsführer Michael und Peter Loga suchten ein Gerät, das ihren Anforderungen exakt entspricht und gleichzeitig eine deutliche Verbesserung der bestehenden Qualitätsprüfung ermöglicht. Mit dem digitalen Messprojektor IM-6225 der Neu-Isenburger liegen die Ergebnisse wesentlich schneller vor, und sie bieten dem Werker eine höhere Sicherheit. Aufgrund der hohen Zufriedenheit wurde jetzt in einen weiteren Messprojektor investiert. Loga steht für Qualität. Die Drehteile, die aus der Produktion kommen, sind bereits von höchster Güte. Eine kontinuierliche Prüfung überwacht nicht nur die Fertigung, sondern garantiert auch einen lückenlosen Qualitätsnachweis. Rund 10 Millionen Drehteile, z.B. für Kraftstoffleitungen, hydraulische Anwendungen oder Hülsen für die Dieseleinspritztechnik verlassen jährlich das Werk. Die bisherige Messtechnik war zum Engpass geworden und behinderte die Weiterentwicklung des Unternehmens.
So bestand Handlungsbedarf, um eine höhere Wertschöpfung zu erreichen und gleichzeitig den Ausstoß zu erhöhen. Kunden verlangen nicht nur einwandfreie Produkte, sondern auch einen vollständigen Qualitätsnachweis bei noch kürzerer Lieferzeit. Früher hieß es: Zeit ist Geld. Heute steht die Zeit als Garant einer stabilen Kundenbeziehung. Je schneller Top-Qualität geliefert wird, desto beständiger ist die Kundenbeziehung. Deshalb ist die Gestaltung der Prüfprozesse für eine zukunftsfähige Produktion von großer Bedeutung. Um bei einer hohen Kapazitätsauslastung den Auftrag zügig auszuführen müssen die Messprozesse schnell und effizient sein. Die Fertigungszeit bei Loga beträgt durchschnittlich 60 Sekunden, bei komplexeren Drehteilen maximal fünf Minuten. Der Mitarbeiter kontrolliert die produzierten Teile stichprobenartig mittels statistischer Prozesslenkung (SPC) und anhand eines praxiserprobten Zeitplans. Bei einem Schlauchnippel, ein Dauerläufer der Firma Loga, sind es z.B. 55 Maße, die exakt stimmen müssen. Um diese Merkmale zu kontrollieren, benötigte der Mitarbeiter früher mehr als 15 Minuten. Diese Zeit lässt sich jetzt anderweitig produktiv nutzen. Mit dem „Keyence“, wie der digitale Messprojektor unter den Mitarbeitern genannt wird, ist eine neue Zeitrechnung angebrochen: In 19 Sekunden ist der Prüfvorgang erledigt – „alles I.O.“ Früher hatten nur Auserwählte Zutritt in einen fein säuberlich getrennten Messtechnikbereich. Diese Zeiten sind vorbei. Die Messtechnik öffnet ihre Türen zur Produktion und – wie im Fall Loga – zum eigenverantwortlichen Messen des Werkers. Der Käufer von Messtechnik stellt die Vereinfachung der Vorgänge immer häufiger in den Vordergrund, das weiß auch André J. Baum, mitverantwortlich für die Koordinatenmesstechnik bei Keyence Deutschland. Der digitale Messprojektor ist die Weiterentwicklung des klassischen Profilprojektors. Die einst optischen Verfahren sind zu digitalen Methoden weiterentwickelt worden. Daraus rührt der Geschwindigkeitsvorteil. „Messung und Auswertung gehen sehr schnell vonstatten“, erklärt Baum. Die unbestechliche Optik wird mit digitaler Auswertung kombiniert. Zwischen der großen Optik mit 100 Millimetern Durchmesser können Bauteile mithilfe der verfahrbaren x-Achse mit einer Breite bis zu 200 Millimetern geprüft werden. Die speziell entwickelte Doppeltelezentrik sorgt für eine hohe Tiefenschärfe. So können Teile bis zu 80 Millimetern Höhe bzw. Durchmesser geprüft werden.